Bauelemente Bau
Fachkräfte magisch anziehen - ein Muss zum Überleben
Sicherlich ein provokativer Titel, dennoch die einzige Chance, wie Betriebe der Branchen künftig überhaupt überleben können. Der Fachkräftemangel im Handwerk ist tagtäglich zwar sehr herausfordernd, strategisch jedoch absolut zukunftsweisend und entscheidend. Aufgrund fehlender Fachkräfte sind die Montagekapazitäten leider oftmals nicht mehr ausreichend, um die vielen Aufträge abwickeln zu können und damit hohe Erträge und vor allem eine hohe Liquidität und Produktivität zu erzielen. Wer die besten Mitarbeiter*innen hat, die motiviert und lange im Unternehmen arbeiten, gewinnt. Wer das Fachkräfteproblem nicht löst, wird künftig quasi weg vom Fenster sein. Was für den einen eine echte Herausforderung ist, ist für den anderen Marktteilnehmer eine wahre Chance. Und das gilt für jeden in der Wertschöpfungskette, die am Beginn stehen trifft’s gleich doppelt.
Herausforderung und Chance zugleich!
Während die Bauelementebranche vom Corona-bedingten Nachfrageboom stark profitierte und alle Akteure – ob Profilhersteller, Verarbeiter, Händler und Handwerker – Umsatzrekorde verzeichneten, erschüttern die Materialengpässe und die damit verbundenen teils hohen Preissteigerungen die ganze Branche. Dies stellt die gesamte Branche vor enorme Herausforderungen, ist aber auch Chance zugleich, wenn Betriebe nun die richtigen Weichen stellen.
Der Fachkräftemangel wird sich drastisch verschlimmern!
In der letzten Ausgabe hat der Autor Armin Leinen die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf den Kundenmarkt analysiert. Gerade die Entwicklung auf dem Modernisierungsmarkt verspricht für Bauelementehändler große Potenziale. Doch was nützt die gigantische Modernisierungswelle, wenn Betriebe nicht genügend oder gar keine Fachkräfte haben?
Die Modernisierungswelle wird gewaltig an Fahrt zulegen
Die Bauelementebranche boomt weiterhin. Trotzdem bleiben die Preise weiter unten. Ein Phänomen, das in der Branche für viel Kopfschütteln sorgt. Kaum eine andere Branche hat so viele Produzenten, was zu hohem Wettbewerb führt. Zudem kann jedes Produkt nur einmal pro Fenster- oder Türöffnung verbaut und damit verkauft werden. Die nächste Verkaufschanche ergibt sich dann meist erst wieder in ein paar Jahrzehnten. Es ist kein Kampf um Anfragen, derer gibt es nach wie vor genügend, es ist ein Kampf um lukrative Aufträge.
Schluss mit Rabatten, hebt endlich die Preise an!
Auf der diesjährigen Fensterbau Frontale haben Aussteller und insbesondere Fachbesucher ihr Leid geklagt, dass derzeit nur so mit Rabatten um sich geworfen wird. Das darf doch nicht wahr sein! Die Konjunktur und damit die Nachfrage brummt, es gibt Anfragen ohne Ende. Kaum ein Betrieb, der die Anfragen kurzfristig bearbeiten kann. Und die hohe Frühlingsnachfrage steht aufgrund des langen Winters ja erst bevor. Es gibt jetzt bereits Betriebe, die einen mehrmonatigen Vorlauf haben.
Der Preisspirale entkommen und mehr verkaufen
In viel zu vielen Köpfen grassier noch die fatale Annahme, dass wenn man der Günstigste ist, man (fast) jeden Auftrag gewinnt. Den Auftrag gewinnt man vielleicht, doch zeitgleich gräbt sich betriebswirtschaftlich das Unternehmen sein eignes Grab. Denn es gibt immer jemanden, der noch billiger ist als man selbst. Es ist unmöglich, den Preiskampf zu gewinnen. Es sei denn, man macht bei diesem Speil überhaupt nicht mit. Gerade jetzt, wo die Auftragsbücher bis zum Rand voll sind, ist der ideale Zeitpunkt, endlich aus dieser Abwärtsspriale herauszukommen.
Kundenbegeisterung als Erfolgskonzept
Das Handwerk und die Bauelemente-Branche speziell sehen sich neben dem Fachkräftemangel und der Digitalisierung insbesondere der Austauschbarkeit von Produkten ausgesetzt. Natürlich weisen bestimmte Produkte innovative Finessen auf, dennoch ist die Produktqualität bereits im Standard gut und vergleichbar.











Kunden in den absoluten Mittelpunkt stellen